„Voll verzuckert“: Das Selbstexperiment

Regisseur Damon Gameau machte den Selbstversuch. Er ernährte sich 60 Tage lang von 40 Esslöffeln Zucker täglich. Vor dem Experiment lebte Damon völlig zuckerfrei und war kerngesund.

40 Teelöffel Zucker pro Tag

Diese Menge ist nicht willkürlich gewählt. Der Ernährungsexperte und Autor David Gillespie meint: „Wenn du dich den australischen Durschnittswert anpassen willst, dann musst du täglich schon so an die 40 Teelöffel Zucker essen”. Anfangs ist Damon davon überzeugt, dass er sich für sie Menge hauptsächlich von Süßigkeiten und Fastfood ernähren müsse. Die Wahrheit ist aber: “Für die 40 Teelöffel reicht schon das normale Supermarktangebot”. In vielen Fertiggerichten und Snacks für unterwegs ist Zucker zugesetzt.

Am auffälligsten sind die Stimmungsschwankungen

Schon während der ersten Tage des Versuchs wird klar, dass sich Zucker physisch und vor allem psychisch auswirkt. Damon beschreibt es so: “Auf Zucker folgt ein großes Hoch. Ich bin voll da und hellwach für etwa 45 Minuten. Doch dann folgt das Gefühl von echter Antriebslosigkeit”. Er beschreibt seinen Zustand auch als “lethargisch”. Bereits am 12. Tag hat Damon mehr als 3 Kilo zugenommen. Und das, ohne die Kalorienzahl zu erhöhen. Er hat lediglich gesunde Fette mit Zucker ersetzt.

60 Tage und 2.360 Teelöffel Zucker später

Das Ergebnis ist erschreckend. Nach 60 Tagen und 2.360 Teelöffeln unterzieht sich Damon einem Gesundheitscheck. Seine Leberwerte stiegen so drastisch an, dass die Ärzte von einer „Fettleber“ sprechen. Der Fettwert in seinem Blut ist 18 mal höher als zuvor. Der Bauchumfang ist um 10 Zentimeter gewachsen. Besonders alarmierend: Viel davon ist Unterhautfett, das Stoffwechselerkrankungen begünstigt.

Der bemerkenswerte Selbstversuch ist Teil der Dokumentation „Voll verzuckert“, zu sehen am Donnerstag, den 1. August, um 20:15 auf ORF 1. Hier geht es zur kompletten Sendung in der ORF TV-Thek.