Das war die gefährlichste Strasse Europas

Vollbepackte Autos, übermüdete Fahrer, enge Straßen mitten durchs Ortsgebiet - das war die Gastarbeiterroute - von Deutschland Richtung Südeuropa, mitten durch die Steiermark. Hier lag der gefährlichste und gefürchtetste Teil der Route.

Damals: Die „Gastarbeiter-Route“

Viele waren bereits bis zu 15 Stunden unterwegs, die Autos für die Passstraßen nicht ausgerüstet, die Fahrer in den Kolonnen undiszipliniert. 1973 gab es 16.000 Verkehrsunfälle in der Steiermark, 37% davon auf der Gastarbeiterroute.

Tipp: Die TV-Sendung „Zeitgeschichten“ auf ORF eins greift Meldungen und Berichte aus der Vergangenheit auf, und besucht Menschen und Schauplätze heute. Hier ist die komplette Sendung aus der Steiermark zu sehen.

Heute: Pendler und die Autobahn

Entlastung hat erst die Pyhrnautobahn gebracht. In Wildon, 26 Kilometer südlich von Graz, hat sich das Verkehrsaufkommen seitdem halbiert. Statt den Gastarbeitern rollen jetzt die Pendler durch den Ort. Zumindest für den Schwerverkehr gibt es Beschränkungen. In den 1970er-Jahren haben Lastwägen für schlaflose Nächte und kaputte Hausfassaden gesorgt.

Der Original-Beitrag aus dem Jahr 1976

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