Sprengung in Linz: Diese Felswand hat nun ein Loch

Bei Linz wurden 1.500 Tonnen Fels gesprengt - als Teil der Bauarbeiten für die neue A26. Hier soll ein Tunnel entstehen; das Herzstück der neuen Autobahn. Der Felsen wäre über dem Tunnel gehangen und hätte das Projekt blockiert. Insgesamt wird fast die gesamte Strecke der viereinhalb Kilometer langen Autobahn durch diesen Tunnel führen.

Projekt aus vergangenen Tagen

An einer „Westtangente“ wird bereits seit den 1970er Jahren geplant. Hohe Kosten und Bürgerinitiativen verlangsamten das Projekt aber immer wieder. Anrainer stellten sich quer, finanzielle Mittel waren nicht ausreichend und Pläne wurden immer wieder geändert. Bereits vor neun Jahren mussten einige Bewohner absiedeln. Die ersten Bauarbeiten erfolgten allerdings erst vor wenigen Monaten, nachdem in den letzten Jahren oft voreilig grünes Licht gegeben wurde.

Autofahrer müssen sich gedulden

Durch die neue A26 soll der Verkehr entlastet werden. Für insgesamt 668 Millionen Euro werden zwei neue Brücken und ein Tunnel gebaut. 85 Prozent davon wird die ASFINAG tragen, zehn Prozent das Land Oberösterreich und fünf Prozent die Stadt Linz. Autos sollen hier dann erstmals 2031 fahren können - knapp 60 Jahre nach den ersten Plänen. Die Linzer müssen sich also noch einige Jahre gedulden, bis es endlich soweit ist.