So feierten die Raucher „ihre“ letzte Nacht im Lokal

Es ist fast wie zu Silvester. Beim Countdown zählen alle mit. Doch am Schluss steht kein Feuerwerk, sondern das Rauchverbot. Im Cafe Rüdigerhof in Wien wird die Umstellung aufs Rauchverbot zelebriert. Aber: Es sind nicht die Nichtraucher, die hier feiern. Es ist eine Party von Rauchern - bis Mitternacht wurde hier geraucht, was das Zeug hält. Ein letztes Mal. „Eine Verabschiedungszeremonie, einwandfrei“, sagt ein Gast.

Späte Umsetzung

Es ist das Ende einer fast unendlichen Geschichte. Nach dem Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition hat das Parlament dieses Jahr das Rauchverbot durchgesetzt. Gegen die Stimmen der FPÖ. In der Gastronomie befürchten einige, dass Gäste nun zuhause bleiben könnten. Mentor Halper, der Wirt im Rüdigerhof, bleibt gelassen: „Es gibt keinen Grund, dass die Gäste ihr Stammlokal wechseln. Das Rauchverbot gilt ja für alle gleich.“

800 Euro Strafe drohen

Verstöße gegen das Gesetz kommt für Wirte teuer: Die erste Anzeige kostet 800 Euro, die absolute Höchststrafe beträgt 10.000 Euro bei Wiederholungstäterschaft. Zuständig für die Kontrollen sind die Behörden für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz. In Wien wird das etwa das Marktamt sein.