75.000 Pfleger:innen zu wenig

Schon mal darüber nachgedacht, wer dich im Alter oder nach einem Unfall pflegen wird? In Österreich kommen sieben Pflegekräfte auf 1000 Einwohner:innen. Bei immer älter werdenden Menschen, ein immer größer werdendes Problem. Denn, weniger junge Menschen wollen in der Pflege arbeiten und fast die Hälfte der Pflegekräfte denkt über einen Berufswechsel nach. Bis 2030 werden in Österreich schätzungsweise 75.000 Pfleger:innen fehlen. Warum das so ist? Der Beruf leidet unter der fehlenden Wertschätzung der Gesellschaft und wird nicht gut genug bezahlt.

Pflege als Bindeglied des Systems


Mittlerweile wird auf Demos sogar gegen Spitäler protestiert und Pflegekräfte werden im Alltag immer häufiger beschimpft. „Dass die Pflege ein ganz wichtiges Bindeglied ist, damit das ganze System funktioniert, ist vielen nicht klar“, so Intensivpfleger Dominik Traxler. Denn, mit der Pflege kommt auch große Verantwortung. Verantwortung, die Isabella Konlechner unterbezahlt ist: „Für die Verantwortung, die wir tragen, die Tragweite, die unser Handeln hat und die Gefahr, der wir uns aussetzen, ist es zu wenig.“

Faktor Corona


Die Corona-Pandemie hat die Arbeitsbedingungen nochmals verschlechtert und den Personalmangel nochmals sichtbarer gemacht. Die Zeit, sich Patient:innen etwas mehr zu widmen, fehlt. „Ich möchte den Patienten so pflegen, wie ich selbst auch gepflegt werden will. Das ist ein Mensch wie ich der da liegt und kein Stück Holz", so Dominik Traxler. Selbst in den Krankenstand zu gehen, ist sogar für noch auszubildende Pflegekräfte undenkbar.

Wie kann man Pflege attraktiver machen?

Was muss sich also passieren, damit Pflegekräfte im Beruf bleiben und endlich mehr Personal kommt? Man muss sich der Wichtigkeit von Pflegekräften bewusst werden und das Berufsbild attraktiver machen. Und das geht nur in Form von Wertschätzung und Geld.