Papamonat für alle?

31 Tage ab Geburt dürfen Väter im Papamonat zuhause bleiben. Dafür bekommen sie 700 Euro, die aber im Falle einer zusätzlichen Karenz vom Kindergeld abgezogen werden. „Es ist natürlich eine gewisse Einkommenseinbuße, aber meiner Meinung nach ist Zeit mit der Familie unbezahlbar. Darum mach ich‘s gern“, erzählt ein junger Vater, der mit seiner Tochter im Tiergarten Schönbrunn unterwegs ist. Da er Beamter ist, sei es für ihn kein Problem, einen Papamonat zu nehmen.

WKO lehnt Papamonat ab

Noch erlauben jedoch nicht alle Arbeitgeber ihren Mitarbeitern einen Papamonat. Bald müssen sie das vielleicht: Sozialministerin Hartinger-Klein (FPÖ) kündigte vergangenen Sonntag in der Pressestunde an, es könnte noch dieses Jahr ein Rechtsanspruch auf einen Papamonat kommen. Auf ihre Ankündigung regierte vor allem die ÖVP und die Wirtschaftskammer (WKO) skeptisch: vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen könnten es sich kaum leisten, auf Mitarbeiter zu verzichten, so die WKO. Seit 1. März 2017 wurde der Papamonat 7.980 mal beantragt.

Regierungsinterne Diskussion

Während die Wirtschaftskammer den Rechtsanspruch auf einen Papamonat entschieden ablehnt, ist man sich in der Regierung noch uneinig. Die SPÖ pocht auf eine rasche Umsetzung, in der ÖVP wird noch intern diskutiert.