100 Euro Strafe für ein „Oida“

Das Wort „Oida“ ist für viele so etwas wie ein Allround-Ausdruck für alles Mögliche: Verwunderung, Ärger, Aufregung, Zuneigung. Einem Fotografen aus Wien wurde es von einem Polizisten als Beleidigung ausgelegt. Die Folge: 100 Euro Strafe, wegen „Anstandsverletzung“.

„Habe den Polizisten nicht direkt gemeint“

Oida - ein Wort, das man vor allem auf den Straßen Wiens nicht selten hört. Auch der 23-jährige Fotograph hat es verwendet. Als Ausruf, wie er sagt. Den Polizisten direkt habe er nicht gemeint. Dennoch: Die Polizei empfindet den Ausruck als beleidigend und verhängt eine Geldstrafe von 100 Euro. Auf Twitter erklärt die Polizei das so: „Menschen mit “Oida„ anzureden entspricht (auch in Wien) nicht dem guten Ton. Das sollte hinlänglich bekannt sein.“

Gegen seine Strafe hat der Fotograph Einspruch erhoben: „Ich werde nichts bezahlen, das habe ich auch angekündigt. Zur Not werde ich als Märtyrer für den Wiener Mundl in die Geschichte eingehen und meine Ersatzfreiheitsstrafe antreten.“