Mit ihren Bildern verdient sie Geld für Obdachlose

Die Idee hatte Kunststudentin Caro Baldt schon vor Jahren; obdachlose Menschen auf der Straße zu zeichnen und ihnen den Erlös zu spenden. Vor etwas mehr als einem Monat hat sie ihr Vorhaben endlich in die Tat umgesetzt.

Mehr als Geld

Doch dabei geht es ihr nicht nur um den Verkauf. Ebenso wichtig ist ihr, ihren Models zuzuhören und sie einmal in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Sie habe bemerkt, „dass sie sich einfach unheimlich freuen, dass jemand ohne großen Hintergedanken mal nett ist.“ „Man wird zwar wahrgenommen aber man wird nicht akzeptiert“, erzählt Edi Kicul, den sie heute zeichnet, aus seinem Alltag.

„Kein Vermögen, aber der Mensch freut sich“

Verkauft wird an Passanten; viele bleiben stehen und schauen zu, einige werfen Münzen in die bereitgestellte Schachtel. Einen fixen Preis hat Caro keinen, Hauptsache es kommt etwas zusammen. Für Herrn Kacul hat sie heute insgesamt 20,50 Euro gesammelt, die glückliche Käuferin gab zehn davon.

Im fremden Wohnzimmer hängen

Wie sich das anfühle, wenn völlig Fremde sein Bild zuhause hätten? „Ich weiß ja nicht ob sie es überhaupt aufhängen“, sagt Herr Kacul. Bevor die Dame ihr Kunstwerk mitnehmen kann, posiert er noch einmal damit: „Hat eine Ähnlichkeit mit mir, ja. Zweiter Picasso ist da verloren gegangen glaub ich“, scherzt er.