Emoji soll Menstruations-Tabu brechen

Ab März soll es das erste Menstruations-Emoji in Form eines Bluttropfens geben. Die britische Kinderrechts-Organisation Plan International UK hatte sich bereits 2017 dafür eingesetzt, ein Emoji einzuführen, das die weibliche Regelblutung symbolisiert. Auslöser dafür war eine Studie der Organisation die aufzeigte, dass 48 Prozent der Mädchen und Frauen zwischen 14 und 21 Jahren im Großbritannien ihre Regelblutung als peinlich empfinden. Ein Emoji könnte zur Enttabuisierung beitragen, so die Organisation damals.

Noch immer Tabuthema

Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch Erdbeerwoche, eine österreichische Plattform die sich mit Menstruation und Frauenhygiene befasst. Sie führte eine Onlineumfrage unter 1.100 Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren durch. Das Ergebnis: 60 Prozent der Mädchen stehen ihrer Periode negativ gegenüber. Und sogar 70 Prozent der befragten Jungen finden das Thema unwichtig und peinlich. Neben dem Emoji könnten auch mehr Bilder von Regelblutungen auf Instagram und Co, zur Enttabuisierung beitragen, meint Annemarie Harant, Gründerin der Erdbeerwoche. 

Blutstropfen nicht erste Wahl

Ursprünglich wurden fünf Designs für ein Menstruations-Emoji vorgeschlagen. Bei der Emoji-Abstimmung, an der 54.600 Personen teilnahmen, gewann eine Unterhose mit Blutstropfen. Das Unicode-Konsortium für eine einheitliche Sprache für digitale Medien, lehnte das Motiv jedoch ab. Als neues Menstruations-Symbol wurde dann der Blutstropfen gewählt.