So viel kostet ein Lawinensucheinsatz

Einige Skifahrer oder Snowboarder sind trotz der hohen Lawinengefahr immer wieder abseits der Piste oder auf gesperrten Hängen unterwegs.  Werden sie dann von einer Lawine verschüttet, muss die Bergrettung oft unter lebensgefährlichen Bedingungen nach ihnen suchen. Denn die Kosten für einen Sucheinsatz tragen die Verschütteten selbst. „Die Rechnung kommt auf jeden Fall, wir beurteilen nicht den Unfallhergang und die Unfallursache.“ erklärt Martin Gurdet, Bundesgeschäftsführer der Bergrettung Österreich.

Bergungskosten für mehrere tausend Euro

Ein Großeinsatz kostet pro Stunde und pro Bergrettungsortstelle 760 Euro. Dazu kommt ein Zuschlag für einen Lawineneinsatz. Wird auch ein Hubschrauber benötigt, zahlt man pro Minute nochmal 92 Euro drauf.  Ein Beispiel: Bei einem größeren Sucheinsatz sind laut Bergrettung Tirol, 15 bis 20 Personen ungefähr drei Stunden lang auf der Suche nach einem Verschütteten. Hier kommt also eine Summe von rund 7.500 Euro zusammen.

Die Versicherung zahlt nicht automatisch

Selbst wenn man für solche Berge-Kosten versichert ist, beispielsweise über eine Mitgliedschaft bei ÖAMTC oder dem Alpenverein, heißt das nicht automatisch, dass diese Kosten auch übernommen werden. Wer fahrlässig in einen gesperrten Hang oder freies Gelände einfährt, der könnte den ganzen Schaden tragen müssen, wenn die Unfallversicherung dann nicht zahlt.