Der Supermarkt der Zukunft steht in Losenstein

Unsere Reporterin Fanny Stapf war für „Ihr Thema, unser Auftrag“ in Oberösterreich unterwegs. Der Auftrag: Wie schaut der Supermarkt der Zukunft aus? Der steht in der 1600 Einwohner-Gemeinde in Losenstein. Zumindest, wenn man Bernd Fischer fragt. Er leitet den Genossenschaftssupermarkt und hat ihn mitbegründet.

300 € investieren & von früh bis spät einkaufen

Das Prinzip des Supermarkts funktioniert wie bei einer Genossenschaft. Mitglieder investieren 300 €, werden am Gewinn und Verlust beteiligt und können dafür sieben Tage die Woche von früh bis spät einkaufen. „Ich schätze vor allem diese familiäre Struktur, ich kenne selbst viele Bauern die hierher liefern“, sagt eine Kundin.

Für Mitglieder ist der Supermarkt täglich geöffnet, von Montag bis Freitag sogar von 06:00 bis 21:00 Uhr. Sie bekommen mit einer Karte Zutritt zum Geschäft. Für alle anderen hat der Nahversorger am Dienstag, Freitag und Samstag geöffnet.

Produkte aus der Region

Die Produkte in den Regalen kommen alle aus der Region. Im Geschäft hängt eine Karte, auf der alle Lieferanten eingezeichnet sind. Einige davon sind selbst Mitglieder in der Genossenschaft. Jungimker Lorenz Hinterplattner produziert zum Beispiel Honig für das Geschäft. „Meine Imkerei steht einen Kilometer weg von da“, sagt er.

Der Genossenschaftssupermarkt soll die Gemeinde beleben und dem Dorfsterben entgegenwirken. „Um’s Egg“ bietet vor allem regionale und biologische Produkte an. Am Land auch am Sonntag ein breites Lebensmittelangebot zu haben, ist für viele wohl der größte Vorteil.

Geschäfte mit ähnlichem Konzept gibt es in Amerika, Schweden und Südkorea schon länger.

Ihr Thema, unser Auftrag

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Unsere Reporterin Fanny Stapf hat sich außerdem angeschaut, ob der Wintertourismus in Tirol die Natur zerstört. Hier sehen sie die ganze Geschichte.