100 Euro Strafe für ein „Oida“: Es geht weiter!

Vor rund zwei Monaten hat Nathan Spasic in einem Gespräch mit einem Polizisten „Oida“ gesagt und dafür eine Verwaltungsstrafe von 100 Euro kassiert. Der Fall hat für Aufsehen gesorgt. (Hier geht es zum originalen [M]eins-Video aus dem Oktober 2018) „Das war keine Anrede, keineswegs, das gehört nicht zu meinem Jargon. Sondern ein Ausruf über die allgemein absurde Situation“, rechtfertigt sich Fotograf Spasic.

Ein Prozess steht vor der Tür

Nathan Spasic hat gegen die Strafe Einspruch erhoben und würde es sogar auf einen Prozess ankommen lassen: „Ich werde meine Rechte als unbescholtener und zu unrecht behandelter Wiener in Anspruch nehmen“, sagt er.

Jetzt ist „Oida“ zum Jugendwort des Jahres gekürt worden

Im Auftrag der Gesellschaft für Österreichisches Deutsch konnte online abgestimmt werden. Das Rennen gemacht hat: Oida. Das Wort sei „vielseitig und universell einsetzbar“, so das Argument der Fachjury. Die Bedeutung reiche vom erstaunten Ausruf bis hin zu einer Drohung.

Was bedeutet „Oida“ nun eigentlich?

Ausgerechnet von den Sprachwissenschaftern könnte es für Nathan Spasic Unterstützung geben. Professor Rudolf Muhr würde sogar in einem Prozess aussagen: "Unter der Voraussetzung, dass es als Ausruf getätigt wurde, ist es genauso einzustufen, wie wenn ich sage 'Mein Gott' oder ‚Um Gottes Willen’."