5 Fragen an eine HIV-Positive

Geschätzt 9000 Österreicher und Österreicherinnen sind HIV-positiv. Liza ist seit 15 Jahren eine von ihnen – und geht offen mit ihrer Krankheit um und bleibt zuversichtlich. Dank medizinischer Fortschritte kann sie heute ein Leben ohne Einschränkungen führen. „Früher haben die Menschen 38 Tabletten an einem Tag genommen und sind daran gestorben – also es geht uns wirklich gut“, sagt Liza. Mittlerweile muss sie nur eine Tablette täglich einnehmen.

„Es gibt immer noch zu viel Unverständnis“

Ansteckungsgefahr besteht bei ihr nicht mehr: „Ich nehme schon so lange die Therapie, dass ich unter der sogenannten Nachweisbarkeitsgrenze bin“, sagt Liza. Im Umgang mit dem Immunschwächevirus trennt sie Privat- und Berufsleben klar: Privat erzählt sie nur selten von ihrer Erkrankung, beruflich setzt sie sich für mehr gesellschaftliche Akzeptanz von HIV-positiven Menschen ein. Seit einigen Jahren leitet sie den Selbsthilfeverein ‚Positiver Dialog‘ im Wiener Aids-Hilfe-Haus.  Ist Diskriminierung noch immer ein Thema? „Nicht mehr so wie früher“, meint Liza. „Wobei ich der Meinung bin, dass es immer noch zu viel Ablehnung, Diskriminierung und Unverständnis gibt.“