An diesen Arbeitsplätzen hat es 44°C und mehr

Bestimmte Berufsgruppen leiden momentan besonders an der Hitze. Am Bau ist man der prallen Sonne ausgeliefert. In den Gastronomie-Hütten beim Festival stehen die Köche zusätzlich noch neben einer weiteren Hitzequelle, dem Herd. Doch darf man ab einer gewissen Temperatur nach Hause gehen?

Hitzefrei gibt es nicht

Gesetzliches Hitzefrei gibt es in Österreich nicht. Bauarbeiter können jedoch von ihrem Arbeitgeber bei „Schlechtwetter“, sprich 32,5° C und mehr nach Hause geschickt werden. Dann bekommen die Arbeiter den sogenannten “Sechziger”. Das heißt sie bekommen von der BUAK (Bauarbeiter-Urlaubs-und Abfertigungskasse) 60 Prozent von ihrem Gehalt für diese Zeit. Doch das wird zu wenig angewendet, sagt die Gewerkschaft.

An starken Tagen hat es 47 Grad

Heiße Arbeitsplätze sind auch in der Gastronomie an den “Hundstagen” keine Seltenheit. Hitzequellen wie Herdplatten erzeugen noch zusätzliche Wärme. Am Wiener Rathausplatz wird die 40° C Marke in so manchen Ess-Ständen geknackt: “Wir haben hier das Thermometer liegen. An den starken Tagen hat es schon 47 Grad hier herinnen.” Trotzdem darf auch hier niemand so einfach die Schürze und den Kochlöffel hinwerfen. Wer nach Hause gehen möchte, muss das erst mit seinem Arbeitgeber besprechen. Entschädigung gibt es dafür jedoch keine.

Wie heiß darf es im Büro sein?

Heiß kann es auch im Büro werden. Tätigkeiten mit „geringer körperlicher Belastung“, wie beispielsweise Büroarbeiten sollten bei einer Raumtemperatur zwischen 19° und 25° verrichtet werden. Zumindest, wenn eine Klimaanlage vorhanden ist. Alternativ können auch andere Maßnahmen getroffen werden. Beispielsweise sollen abgedunkelte Räume, frühere Arbeitszeiten und Ventilatoren Abkühlung verschaffen. Eine verpflichtende Installation von Klimaanlagen sieht das Gesetz nämlich nicht vor.