Diese Putzfrau muss 10 Jahre ins Gefängnis

Eine lange Haftstrafe für eine Putzfrau empört Griechenland. Dimitra Tsiantaki hat gestanden, ihr Volksschulzeugnis gefälscht zu haben. Zwanzig Jahre lang arbeitete sie als Reinigungskraft in einem staatlichen Kindergarten. Statt der erforderlichen sechs Jahre hat sie die griechische Grundschule nur fünf Jahre lang besucht. Eine entsprechende Bestätigung hatte sie gefälscht.

„Es tut mir leid. Vergebt mir.“

In Griechenland gibt es Proteste gegen das strenge Urteil. Sogar Politiker machen sich für die Putzfrau stark. In einem Interview mit einem griechischen TV-Sender meldet sie sich nun erstmals zu Wort: „Es tut mir leid. Vergebt mir“, bittet sie. Sie sei zum Zeitpunkt der Urkundenfälschung in einer Notsituation gewesen. Die damals arbeitslose Mutter befürchtete offenbar, das Sozialamt würde ihr die Kinder wegnehmen. Das Urteil empört die Griechen: Erst kürzlich wurde dort eine Staatsbeamtin freigesprochen, die ihr Hochschuldiplom gefälscht hatte. Sie durfte sogar an ihre Stelle zurückkehren.