Greta Thunberg segelt nach Amerika

Greta Thunberg beginnt heute ihre zweiwöchige Reise nach Amerika. Sie ist im kommenden Jahr, auf eigenen Wunsch, vom Schulunterricht befreit. Die 16-Jährige Klimaaktivistin reist statt mit dem Flugzeug mit der emissionsfreien Rennjacht „Malizia II“.

Sichere Route durch das stürmische Wetter

Kapitän Boris Herrmann hat normalerweise, wenn er sein Boot betritt, nur eines im Sinn: schneller als die Anderen zu sein. Denn Malizia II wird meistens für Regatten genutzt. Wenn er heute in der Mayflower Marina in Plymouth ablegt, begleitet ihn jedoch ein anderer Gedanke: “Eine sichere Route durch das stürmische Wetter finden.”

Geschwindigkeit statt Komfort

Die Hochseejacht produziert die Energie, die es zum Beispiel zum Anlegen und Abfahren benötigt, durch Solarzellen und Hydrogeneratoren selbst. Hier wird Komfort durch Geschwindigkeit ersetzt. Es befinden sich weder Küche, Dusche noch Toilette an Bord. Privatsphäre ist auf dem kleinen Boot für die fünfköpfige Crew an Bord kaum geboten. Die 16-Jährige Aktivistin nimmt zwei Wochen ohne WC in Kauf: “Wir müssen es in einen Eimer tun. Aber das ist in Ordnung.” Greta wird begleitet von ihrem Vater Svante, einem Filmemacher und den zwei Segelprofis Boris Herrmann und Pierre Casiraghi.

Greta will Donald Trump nicht treffen

Greta Thunbergs Ziel ist zunächst New York. Dort wird sie die Klimademonstrationen besuchen und am UNO-Klimagipfel teilnehmen. Mit Präsident Trump hat sie kein Treffen vereinbart: “Ich meine, wenn er nicht bereit ist, der Wissenschaft zuzuhören und wenn er nicht auf Experten und gebildete Menschen hört, warum sollte ich ihn überzeugen können” sagte Thunberg in einem Interview mit dem Schweizer Sender RTS. Stattdessen möchte sie versuchen, die Bevölkerung zu überzeugen, selbst mehr Druck auf den US-Präsidenten auszuüben.