„Gipfeltreffen“

Das Gipfeltreffen in Salzburg

Auf dem Gipfel treffen sich alle Staats- und Regierungschefs, da führen die Wege zusammen. Aber wer geht dann wohin wieder runter? Welche Wege, welche Richtungen gibt es da in Europa – und wohin geht Österreich? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigt sich die Sendung zum EU-Gipfel in Salzburg. Zu sehen gibt es sie hier in der ORF TV-Thek.

Straßburg oder Visegrád

Zwei Orte, die symbolträchtiger kaum sein könnten: Straßburg, die inoffizielle EU-Hauptstadt in einer Gegenüberstellung mit Visegrád, der Kleinstadt im europakritischen Ungarn. ORF eins Reporterin Helene Voglreiter hat die beiden Städte besucht, um mehr über die Standpunkte der Bürgerinnen und Bürger zu erfahren. Aus dem französischen Straßburg fährt bereits eine Landesgrenzen überschreitende Straßenbahn in die deutsche Stadt Kehl. Staaten wie Ungarn oder die Slowakei hingegen setzen immer mehr auf den Schutz der eigenen Außengrenzen. Der Vergleich zeigt, wie unterschiedlich die Visionen der einzelnen Nationen innerhalb der EU doch sein können.

Britischer Abschied von der EU

Sogar innerhalb Großbritanniens spalten sich die Meinungen zur EU. Viele Briten sind nach wie vor mit dem „Brexit“-Votum zufrieden. Doch es gibt auch Bemühungen, ein zweites Referendum zu organisieren. Im Gespräch mit ORF eins Moderatorin Lisa Gadenstätter äußert sich der britische Botschafter Leigh Turner dazu jedoch wenig zuversichtlich: „Es ist demokratisch abgestimmt worden. Wir glauben, dass das jetzt umgesetzt werden muss.“

Der weitere Kurs

Ebenfalls mit dabei in der Diskussionsrunde sind zwei Persönlichkeiten, die Österreich in die EU geführt haben - Brigitte Ederer, damals Europa-Staatssekretärin, und Wolfgang Schüssel, damals Außenminister. Gemeinsam mit Leigh Turner betrachten sie die Vergangenheit und vor allem die Zukunft der Europäischen Union. „Dass Länder, die Jahrhunderte lang Krieg gegeneinander geführt haben, sich entschieden haben, dass man friedlich zusammenarbeitet – das alles sind Themen, die noch genau so aktuell sind wie vor 50, 60 Jahren“, so Ederer über die Bedeutung der EU.