„Bin dennoch sehr stolz“

Der chinesische Wissenschaftler Je Jiankui, der in Stanford ausgebildet wurde, löst am Montag via Youtube-Ankündigung einen Skandal aus. Als er Lulu und Nana präsentiert, zwei angeblich gentechnisch veränderte Zwillingsmädchen. Bei einer dicht gedrängten Konferenz der Uni Hongkong mit dem Fall konfrontiert, spricht Jiankui gar von einer weiteren Schwangerschaft.

Weiterer Fall von gentechnisch veränderten Embryo?

„Gibt es noch weitere gentechnisch veränderte Embryos?“ wird er gefragt. Daraufhin antwortet der Biotechnologe: „Es gibt einen weiteren möglichen Fall, aber in einer sehr frühen Phase.“ Er habe die DNA der Mädchen verändert, um Fälle wie sie vor einer HIV-Infektion durch die Eltern zu schützen „Mich macht der Fall stolz, sehr stolz.“

Weltweite Kritik

Sapientia et Virtus - so das Motto der Universität Hongkong. Mutig wohl ja, aber weise? Genetiker kritisieren den Fall aufs Schärfste: „Das Problem ist, dass er sich nicht vergewissert hat, ob das ethisch möglich und legal ist, das ist es nicht, es ist illegal“, meint etwa der renommierter britischer Gentechniker Robin Lovell-Badge. Chinas Nationale Gesundheitsorganisation kündigt eine Untersuchung an. Jiankuis Uni will nichts gewusst haben.