136.000 Menschen auf Frankreichs Straßen

Seit über zwei Wochen demonstrieren zahlreiche Menschen auf Frankreichs Straßen gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron. Macrons Umfragewerte haben zuletzt einen Tiefstand erreicht. Die „Gelbwesten“ gehen aus Protest gegen steigende Spritkosten und die Reformpolitik der Regierung auf die Straße. Sie fordern unter anderem Steuersenkungen sowie eine Anhebung von Mindestlohn und Pensionen. Der Protest wird jedoch nicht von Parteien oder Gewerkschaften organisiert, sondern ausschließlich in sozialen Netzwerken geplant.

Demonstration gegen Macrons „Politik der Reichen“

Als ein Zugeständnis an die „Gelbwesten“ kündigte Premierminister Edouard Philippe am Dienstag an, eine geplanten Steuererhöhung auf Benzin und Diesel die kommenden sechs Monate auszusetzen. Die Steuererhöhung war ursprünglich für den Jahreswechsel geplant. Der Rückzieher der Regierung dürfte die Proteste aber nicht stoppen, berichteten französische Medien. Bei den Protesten kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen – mehr als 260 Menschen wurden dabei verletzt, 378 Demonstranten in Polizeigewahrsam genommen.