Diese Feuerwehreinheit rettete Notre-Dame

Brigade Sapeurs Pompiers de Paris, das ist der offizielle Name der Pariser Feuerwehr. Das Besondere: Sie ist eine Pioniereinheit der französischen Armee, einmalig in Frankreich. In ihrem Heimatland gelten sie als besonders angesehen und respektiert. Das liegt wohl auch an ihrem Verdienst um die Löschung der Kathedrale Notre-Dame. „Wir sind direkt in die Türme der Kirche gestiegen und haben versucht den Brand zu stoppen“, sagt Feuerwehrmann Alexis Skowronek.

Vielseitiger Einsatz

Brände sind aber längst nicht mehr das wichtigste Einsatzgebiet der drittgrößten Feuerwehr der Welt. Fast jeder Notruf in Paris wird an sie weitergeleitet. Das heißt: Das Telefon schrillt im 15 Minuten-Takt. In Frankeich werden Feuerwehrmänner auch als Sanitäter eingesetzt. Bei Terroranschlägen wie Bataclan, oder Charlie Hebdo, waren die Männer und Frauen der Eliteeinheit auch als Ersthelfer im Einsatz.

Nur die Härtesten schaffen es

Um es als Feuerwehrmann oder -frau in die Einheit zu schaffen, muss man über seine Grenzen gehen. Hinein schaffen es - laut eigenen Aussagen - nur die Besten. Täglich müssen die Feuerwehrleute einen Fitnesstest bestehen. Ein Holzbrett in 2,5 Metern muss erklommen werden. "Wer es nicht schafft, darf keinen Dienst verrichten und an diesem Tag in kein Feuerwehrauto steigen“, sagt Kommandant Christophe Grangeret.

Gründung hat auch mit Österreich zu tun

Auch Österreich spielte eine wichtige Rolle in der Gründung der Sapeurs Pompiers de Paris. 1810 entfachte bei einem Ball in der österreichischen Botschaft ein Brand. Daraufhin ließ Napoleon die Pariser Feuerwehr in das französische Heer eingliedern, in welchem es bis heute besteht.