Jobs in Mangelberufen für Nicht-EU-Ausländer

In den Wintersport-Regionen Österreichs geht die Saison los. Und dennoch sind Hoteliers und Gastronomen besorgt: Es fehlt an Personal. „In jedem Fremdenverkehrsort entstehen immer mehr Betten, mehr Restaurationsbetriebe. Und so viel mehr Angestellte haben wir nicht.“ So formuliert es Hüttenwirt Franz Fuiko aus Obertauern.

Ausländer sollen Personal-Not stoppen

Die Regierung hat nun eine Mangelberufsliste definiert. Menschen von außerhalb der EU sollen ab 1. Jänner in diesen Mangelberufen arbeiten dürfen. Der Beruf Koch ist österreichweit ein Mangelberuf, so wie 44 weitere Berufe auch. Der Beruf Kellner ist in den westlichen Bundesländern als regionaler Mangelberuf gelistet. Für die regionalen Mangelberufe gilt eine Obergrenze von insgesamt 300 Nicht-EU-Ausländern.

Lob von der Wirtschaft, Kritik von der Gewerkschaft

Die Mangelberufsliste ist Teil der Reform der „Rot-Weiß-Rot“-Card. Sie wird an Schlüsselarbeitskräfte und Facharbeiter in Mangelberufen vergeben, und ermöglicht Nicht-EU-Ausländern den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Die Wirtschaftskammer sieht hier eine langjährige Forderung erfüllt, ebenso NEOS. Kritik gibt es von der SPÖ, die „gerechtere Löhne“ fordert. Die Gewerkschaften befürchten Lohn-Dumping.