Eingesperrt, ohne Fluchtweg

Eingesperrt, ohne Fluchtweg: Nach dem tragischen Feuertod von fünf 15-jährigen Mädchen, sollen jetzt alle 1.100 „Escape Rooms“ in Polen überprüft werden. Unterdessen wurde der Besitzer des Unglücksbetriebs vorläufig festgenommen. Es handle sich um einen 28-jährigen Mann aus der Woiwodschaft Großpolen, sagte Polizeipräsident Jaroslaw Szymczyk. Der Mann sei nicht vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen fahrlässiger Tötung.

Feuer durch undichten Gasofen ausgelöst

Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft war in einem Vorraum Gas aus einem Behälter entwichen und hatte sich entzündet. Es wurden mehrere Gasheizgeräte sichergestellt. Laut der Obduktion starben alle Opfer an einer Vergiftung durch das Rauchgas Kohlenmonoxid. Der Betreiber habe es zudem versäumt, für Fluchtmöglichkeiten aus dem Raum im Falle eines Notfalls zu sorgen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Anwälte des Mannes sagten polnischen Medien, er sei wegen des Todes der fünf 15-Jährigen am Boden zerstört und habe deren Familien sein Beileid ausgesprochen. Gleichzeitig weise der Betreiber den Vorwurf der Fahrlässigkeit zurück.