Rechts vs. Links: „Das ist destruktive Politik“

Drei Tage lang auf engstem Raum; „die Linke“ Gewerkschafterin und „der Rechte“ FPÖ-Pressesprecher gehen auf Roadtrip. Die Stimmung ist eisig, doch Chauffeur Hanno Settele bringt sie zum reden – über konkrete politische Themen, aber auch darüber, was links und rechts für sie bedeutet.

Reizthema Familienbehilfe

Einstiegsthema ist die umstrittene Kürzung der Familienbeihilfe für Eltern, deren Kinder im Ausland leben. Es sei doch dann legitim, wenn die Ausgaben im Wohnland der Kinder geringer seien, findet Konrad Weiß, ehemaliger Pressesprecher von Heinz-Christian Strache. Veronika Bohrn Mena, Gewerkschafterin beim ÖGB, hält das für Sozialneid; hier gehe es immerhin nur um 0,2 Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Gezielte Maßnahme gegen Migrantenfamilien

An der Motivation für die Kürzung lässt Weiß keinen Zweifel: „Sehr kinderreiche Familien sind eben sehr oft Familien mit Migrationshintergrund. Und diese Maßnahme war natürlich eine gezielte Maßnahme“. „Das ist Schikane von anderen, aber es hilft uns nicht. Und das ist eine destruktive grausame Politik, die uns allen nichts bringt“, findet Bohrn Mena.

Im Auge des Betrachters

Wie grundverschieden ihre Einstellungen sind wird bald klar: „Wenn man sich jetzt die letzte Regierung anschaut, sind die Freiheitlichen mit Sicherheit das soziale Gewissen dieser Regierung gewesen.“, sagt Weiß. „Es gab kein soziales Gewissen in unserer letzten Regierung.“, kontert Bohrn Mena.

Die ganze Dok 1 mit Hanno Settele finden Sie hier in der ORF-TVthek.