Bei der Anti-Rassismus-Demo

Seit der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz am 25. Mai 2020 in Minneapolis, im US-Bundesstaat Minnesota, gehen Tausende auf die Straße. Rund um den Globus solidarisieren sich Menschen mit der #blacklivesmatter-Bewegung. Doch der Rassismus existiert nicht nur in den USA. Auch in Österreich werden Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion oder ihrer Herkunft ungleich behandelt.

Politische Reden spalten

Nach einem Bericht des Europarates gibt es in Österreich einen hohen Grad an Islamophobie im öffentlichen Diskurs. In den letzten Jahren häuften sich die Vorfälle hassmotivierter Gewalt. Eine große Rolle spielen, laut Bericht, auch politische Reden, insbesondere jeder der FPÖ, die zu einer Spaltung der Gesellschaft und zu einer grundsätzlich ausländerfeindlichen Einstellung führen.

Gleichbehandlung statt Alltagsrassismus

Trotz strömenden Regens gingen am Donnerstag 50.000 Menschen in Wien auf die Straße, um gegen Ungleichheit zu demonstrieren. „Die Ungerechtigkeit gegen Schwarze gibt es nicht nur in Amerika“, meint ein Demonstrationsteilnehmer: „Das ist auf der ganzen Welt so.“ Im Interview berichten einige auch über eigene Erfahrungen mit Rassismus „in der Schule zum Beispiel“. Die Demonstrantinnen und Demonstranten in Wien fordern Gerechtigkeit und eine Gleichbehandlung zwischen Schwarz und Weiß. Sie eint die Hoffnung auf Solidarität in der Zukunft: „Es ist besser, füreinander dazusein als gegeneinander zu sein“