Auf Saisonarbeit mit Selina

Österreich ist ein Wintertourismus-Land. 72 Millionen Nächtigungen waren es in der letzten Wintersaison. Tendenz seit Jahren steigend. In den Wintersportorten kommen neue Hotels dazu, bestehende werden ausgebaut. Gerade jetzt, zum Start der Wintersaison, gibt es eine Menge offene Stellen im Hotelgewerbe und der Gastronomie.

Die Wirtschaft sucht Arbeitskräfte

Der Wintertourismus ist abhängig von Saisonarbeitskräften. Das sind Menschen, die kurzfristig verfügbar sind, und bereit sind, eine Stelle weit weg von daheim anzunehmen. Menschen wie Selina Fiedler. Sie ist 21 Jahre alt, kommt aus Bruck an der Mur, und arbeitet im Winter im zwei Stunden entfernten Schladming. „Ich mache das mit Leidenschaft“, sagt sie, „ich helfe überall mit, egal wo.“ Mit zwei Kolleginnen teilt sie sich ein Schlafzimmer in einer Personalunterkunft. Ihre Saison beginnt im November und endet nach Ostern.

Der Arbeitsmarkt wird nun teilweise geöffnet

Arbeitskräfte wie Selina Fiedler sind rar. Das Personal in Österreich kann nicht mit der Entwicklung im Tourismus Schritt halten. Schon jetzt arbeiten viele Deutsche und Ungarn im Tourismus. Die Wirtschaft drängte zuletzt auf die Öffnung des Arbeitsmarkts auch für Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten. Eine Forderung, die die Politik jetzt erfüllt. Ab 1. Jänner soll es für Ausländer aus Nicht-EU-Staaten leichter möglich sein, in Mangelberufen in Österreich arbeiten zu können.