So lebt Memo mit HIV

Vor fast sieben Jahren bekam Memo Mokhles die Diagnose: HIV. Zuerst brach für ihn eine Welt zusammen. Dabei wusste er eigentlich schon vorher: mit der richtigen Therapie ist das längst kein Todesurteil mehr. „Trotzdem ist das emotional schon sehr heftig und das hat auch eine Zeit gebraucht, bis ich dann endlich damit umgehen konnte und das akzeptieren konnte“, erzählt der 33-Jährige heute.

Die richtige Therapie

Mittlerweile muss Memo nur mehr eine Tablette am Tag nehmen. Dank dieser ist er unter der sogenannten Nachweisgrenze: bei einem Bluttest ist das Virus nicht mehr nachweisbar. Es kann seinem Körper so nicht schaden und er kann andere auch nicht anstecken. „Insofern ist das alles wie gehabt, wie bei einer normalen Beziehung, es war auch kein Problem am Anfang und ist es bis heute nicht seit vier Jahren“, erzählt sein Freund Peter.

Kampf dem Stigma

Am schwierigsten sind für Memo die Vorurteile. Trotz enormer Fortschritte in Medizin und Forschung hat sich das öffentliche Bild von HIV seit den 80ern wenig verändert. Viele würden glauben, „dass wenn man HIV hat, dass man nicht gesund ist, dass man mager ist, dass man blass ist, was heutzutage gar nicht stimmt. Wenn man HIV hat, dann sieht man ganz normal aus.“, sagt Memo.

Testen lassen bei der Aids Hilfe Wien

Testen ließ er sich damals bei der Aids Hilfe Wien. Um die Infektionszahlen weiter einzudämmen sei es wichtig, dass alle Menschen regelmäßig ihren HIV Status überprüfen lassen, sagt Obmann Wolfgang Wilhelm. „Hier gibt’s Menschen, die Risiko haben, die sogar infiziert sind, die sich aber in einer völlig falschen Sicherheit wiegen und deswegen leider nicht zum Test kommen“, erzählt er.