Kein einziger Bewerber auf offene Stelle als Koch

Mutter und Schwester helfen aus

Johanna Weixlbaumer ist derzeit die einzige Köchin im Wirtshaus Schöllhuber. Eigentlich hat sie einen 20-Stunden-Job, derzeit werden es aber oft über 30 Stunden pro Woche. „Wenn des so weitergeht werden no viele Wirtshäuser zusperren“, sagt sie. Die restliche Zeit helfen in der Küche Familienangehörige aus. Eigentlich braucht es eine zweite Fachkraft, die Suche verlief bisher jedoch ohne Erfolg.

Geteilte Arbeitszeit

Hannes Schöllhuber ist sich bewusst, dass die geteilten Arbeitszeiten nicht sehr familienfreundlich sind. Daran lässt sich aber kaum was ändern, wie er sagt: „Die Arbeit muss gemacht werden, wenn die Gäste da sind. Und die kommen Mittags und die kommen am Abend“.

Um einen Anreiz zu schaffen, zahle er 30 bis 40 Prozent mehr als im Kollektivvertrag steht. Das scheint derzeit aber nicht auszureichen. Schöllhubers Lösungsansatz: Bereits in der Schule oder bei den Lehrlingen anzusetzen, um den Beruf jungen Leuten schmackhaft zu machen. Zumindest langfristig könne das vielleicht etwas bewirken. Im akuten Fall vom Wirtshaus Schöllhuber muss jedoch weiter darauf gehofft werden, dass sich schnellstmöglich jemand bewirbt.