Wie nachhaltig sind die Fashionlabel der Influencer?

Immer mehr Unternehmer und Konzerne setzen sich für unsere Umwelt ein und werben für Nachhaltigkeit und faire Herstellung. Darunter auch große Influencerinnen wie Anna Maria Damm oder Stefanie Giesinger. Sie versuchen sich neuerdings in nachhaltiger Mode und haben eigene Fashionlabels gegründet. Nur - wie nachhaltig sind diese wirklich?

Viel Marketing um wenig Nachhaltigkeit

„Wenn man genauer hinsieht, erkennt man leider oft, dass hinter solchen angeblichen nachhaltigen Labels nicht viel dahinter steckt“, so Lisa Panhuber. Sie ist Konsumexpertin bei Greenpeace und hat für [M]eins das Label von Stefanie Giesinger „nu-in“ genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis sei wenig zufriedenstellend, so Panhuber. „Es wird mit biologischer Abbaubarkeit geworben, was aber in der Modeindustrie nicht viel Gutes aussagt. Und es wird ganz stark auf Recycling gesetzt und das ist leider bei Kleingsstücken nicht wirklich ausgereift und funktioniert nicht sehr gut“, so die Konsumexpertin.

Auf Gütesiegel vertrauen

Alle diese Punkte lassen eher darauf schließen, dass man hier versuche sich ein „grünes Mäntelchen“ umzuhängen. Wirklich nachhaltig seien aber eher die kleinen Labels, die zeritifizert sind - zum Beispiel mit dem GOTS-, oder dem IVN-Siegel. Ohne diese Zertifikate, sei es für Konsumenten meist aber nur schwer zu erkennen, ob Nachhaltigkeit wirklich groß geschrieben wird, so Panhuber.

So erkannt man Greenwashing

Deshalb sollte man abseits von den bekannten Siegeln, beim nachhaltigen Shoppen vor allem auf folgendes achten:

1.Preise: Wird die angeblich nachhaltige Mode sehr billig angeboten, ist das ein Indiz für Greenwashing.

2. Transparenz: Wie viel gibt das Unternehmen von den Produktionsstätten preis. Wie transparent ist die Produktionsweise nach außen? Je transparenter desto glaubwürdiger.

3. Materialien: Künstliche Faser wie etwa Polyester sind nie nachhaltig. Auch Mischfaser sind das nicht und lassen sich letztendlich nur durch Verbreunnung entsorgen.

Am nachhaltigsten ist es letztendlich immer noch, auf Shoppen so gut es geht zu verzichten. „Jedes Kleidungsstück, das wir nicht neu produzieren müssen, ist eigentlich für die Umwelt am besten“, so Panhuber.