Comeback der Schulnoten

Ab Schuljahr 2019/20 soll es wieder Schulnoten anstelle von verbaler Beurteilung an Österreichs Volksschulen geben. Nur zwei Jahre nach der letzten Bildungsreform wird die Regelung somit erneut geändert. Bereits vor der Einführung der gesetzlichen Wahlmöglichkeit im Schuljahr 2016/17, gab es an den 3.000 Volksschulen in Österreich 2.000 Schulversuche, im Zuge derer auf die klassische Bewertung verzichtet wurde. Betroffen sind die ersten drei Klassen, in der vierten gibt es in jedem Fall Noten, weil diese für die weitere Schulkarriere ausschlaggebend sind.

Bildungsminister ist überzeugt

„Kinder sind sehr bestrebt danach zu wissen, wie ihre Leistung beurteilt wird“, rechtfertigt Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) seine Reform. Schon seit mehreren Jahrzehnten gibt es den politischen Diskurs rund um die Benotung in Volksschulen. Im Rahmen des Schulpakets 1998 war es ein großes Anliegen von Seiten der SPÖ, die Ziffernnoten abzuschaffen, die ÖVP hatte die alternative Beurteilungsform jedoch schon damals verhindert.