Nulllohnrunde für Politiker

Während der Finanzkrise 2009 verzichten Politikerinnen und Politiker erstmals auf eine Gehaltsanpassung und verordnen sich selbst eine so genannte Nulllohnrunde. Seitdem ist der Selbstverzicht politisches Instrument, auch in guten Zeiten. Für 2019 plant die Regierung die mittlerweile sechste Null-Lohnrunde. Das heißt Gehälter ab 14.000 Euro pro Monat werden eingefroren, etwa von Ministern und Landeshauptleuten.

Auch Bundeskanzler verzichtet

Auch das Gehalt des Bundeskanzlers wird nicht angepasst. Es beläuft sich heuer auf 22.217,80 Euro brutto pro Monat. Mit der Nulllohnrunde verzichtet der Kanzler auf 438 Euro. Ohne die Null-Lohnrunden der Vorgängerregierungen hätte Kurz heute sogar eine Gehalt von 26.979, 79 Euro. Der Wertverlust des Kanzlersgehalts beträgt über die Jahre also 18 Prozent.