Carina Edlinger ist Profi-Langläuferin und blind

Weltcup-Siege, Weltmeister-Titel und eine Paralympics-Medaille. Die sehbehinderte Langläuferin Carina Edlinger hat fast alles abgeräumt, was es im Langlaufsport zu gewinnen gibt. Vergangenen Donnerstag holt sie sich bei der Sporthilfe-Gala dann auch noch den Titel „Sportlerin des Jahres mit Behinderung“. Die 21-Jährige ist top motiviert für die nächste Saison, die in einem Monat beginnt. Schon den ganzen Sommer über hat Carine Edlinger dafür trainiert - gemeinsam mit Blindenhund Riley. Dabei ist aber noch ungewiss, ob sie überhaupt starten kann. Denn die anfallenden Kosten sind zu hoch.

Auf Spenden angewiesen

Neben Reise- und Materialkosten braucht sie nämlich auch einen Guide, der sie durchs Rennen führt. Für den muss sie derzeit selbst aufkommen. 40.000 Euro kostet ein Jahr Spitzensport. Mit Spenden- und Sponsorenaufrufen versucht sie, das Geld zusammenzubekommen. Unterstützung bekommt sie auch von Seiten der österreichischen Sporthilfe.

Der Traum vom Langlaufen

Ans Aufhören will Carina Edlinger aber dennoch nicht denken - schließlich ist das Langlaufen schon seit ihrer Kindheit ihre große Leidenschaft - die sie niemals aufgegeben hat, auch nicht als sie mit 12 Jahren erblindet ist. „Für mich ist das Langlaufen auch einfach der Weg, wie ich aus den ganz tiefen Phasen in meinem Leben herausgefunden habe“, so Edlinger. Es hat mir einfach eine Perspektive, eine Hoffnung und ein Ziel wiedergegeben." Um - auch ohne die nötigen finanziellen Mittel - im Dezember zu starten, braucht sie das OK vom Österreichischen Skiverband. Dort verweist man auf Nachfrage auf Gespräche, die man in den kommenden Wochen führen will.