Immer mehr Insekten sterben aus

In den nächsten 100 Jahren werden 40 Prozent aller Insektenarten aussterben. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Berichts aus der Zeitschrift „Biological Conversation“. „Wenn wir unsere Methoden zur Nahrungsmittelproduktion nicht ändern, sind Insekten in ihrer Gesamtheit in einigen Jahrzehnten auf dem Weg auszusterben. Die Auswirkungen auf die Ökosysteme des Planeten sind gelinde gesagt katastrophal“, heißt es im Artikel.

Lebensraum der Tiere wird zerstört

„Die Gründe dafür sind einerseits der Verlust von Lebensraum für die Tiere, andererseits auch der starke Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Auch der Klimawandel trägt zu dieser Entwicklung bei“, erklärt Dr. Pasi Sihvonen, Leiter für Insektenforschung an der Universität Helsinki. Betroffen seien viele verschiedene Insektenarten. Darunter beispielsweise Schmetterlinge, Bienen, Wespen und Käfer. Viele andere Tiere seien auch von Insekten abhängig, um selbst zu überleben. „Jetzt signalisiert uns die Natur auf jede Art, dass sich unsere Lebensweise ändern muss“, so der Insektenforscher.

Weltweit noch viele Regionen unerforscht

Die meisten der Studien, die im Artikel der „Biological Conversation“ analysiert wurden, stammen aus Europa und Nordamerika. „Wir haben bisher nur Daten aus Europa, Nordamerika und einigen anderen Orten. Trotzdem haben wir allen Grund zu der Annahme, dass die gleichen Prozesse auch auf allen anderen Orten der Welt ähnlich ablaufen“, meint Sihvonen.