So funktioniert die Anonymisierung von Drohnenaufnahmen

Wir Menschen werden beobachtet, ob wir wollen oder nicht. Sei es am Bahnhof, am Flughafen, oder in der Bank die Kamera hat einen im Blick. Mittlerweile kann die „Verfolgung“ allerdings auch aus der Luft erfolgen, durch sogenannte Mini- Drohnen. Diese liegen voll im Trend sind allerdings eine große Herausforderung, wenn es um das Thema Datenschutz geht.

Trust-Eye für Anonymität

An der Universität Klagenfurt wird an einem System geforscht, welches alle aufgenommenen Bilder noch in der Kamera selbst bearbeitet. So können die Personen auf den Bildern anonymisiert werden. Würde dieser Prozess nämlich erst in der Cloud passieren, hätte das viele Sicherheitslücken zur Folge. Mit dem sogenannten „Trust-Eye“ System können die Gesichter unkenntlich gemacht werden, indem man die aufgenommene Szene wie einen Cartoon aussehen lässt.

„Das Besondere an Trust-Eye ist, dass wir die Daten direkt an Bord der Kamera schützen. und damit gewährleisten, dass keine ungeschützten Videos oder Bilder die Kameras je verlassen können.“, erklärt Bernhard Rinner von Pervasing Computing.

Trotzdem schöne Bilder

Die Voraussetzung, dass diese Technik aber tatsächlich genutzt wird ist, dass die Bilder auch nach dieser Bearbeitung schön bleiben. Expertinnen und Experten verwenden einen Weichzeichner, welcher die Stärke der Verzerrung automatisch an das Gesicht anpasst. So ist eine Gesichtserkennung nicht mehr möglich, aber die Qualität der Videoaufnahmen bleibt hochwertig.

Selfie- Drohnen mit Trust-Eye

Die Trust-Eye Technik könnte auch in Selfie-Drohnen eingebaut werden. So kann man sich selbst filmen, während alle fremden Personen, die unfreiwillig im Bild sind, unkenntlich gemacht werden. Die filmende Person hängt dich hierfür einfach einen „Transponder“ um. So erkennt die Drohne, welche Person sichtbar bleiben und welche unkenntlich gemacht werden soll.