93 Morde: Der schlimmste Serienmörder der USA

„Sie hat um ihr Leben gekämpft, und ich um mein Vergnügen.“ So beschreibt Samuel Little einen der 93 Morde, die er begangen haben soll. Vor einigen Monaten hat er begonnen, ein umfassendes Geständnis abzulegen. 50 Morde konnten die Behörden bereits in allen Details nachvollziehen. Dass es sich tatsächlich um 93 Opfer handelt, scheint sehr wahrscheinlich, da sich Little bis jetzt in keine Widersprüche verstrickte. Laut FBI ist er somit der schlimmste Serienmörder der US-Geschichte.

Opfer wurden nicht vermisst

Bei den Opfern handelte sich es vor allem um obdachlose und drogenabhängige Frauen. Das Fehlen der Frauen fiel deswegen so gut wie nie auf. Little, der bereits seit 2014 wegen anderen Delikten hinter Gittern sitzt, behauptet, dass ihn das Erwürgen der Frauen sexuell erregt habe. Besonders bemerkenswert ist Littles Gedächntis. Jener Polizist, dem sich Little anvertraute, James Holland, beschreibt den Serienmörder als hochintelligent. Er habe ein fotografisches Gedächnis und könne sich an Details erinnern, an die sich ein normaler Mensch nie erinnern könnte. Holland bat Little deshalb darum, seine Opfer zu zeichnen. Eine ungewöhnliche Maßnahme mit einem überraschenden Ergebnis. Haar- und Hautfarbe, Größe und Gewicht, alles detailgetreu auf Papier festgehalten. Und das knapp 50 Jahre nach der ersten Tat.

„Vielleicht mochte er mich einfach“

Warum Little ausgerechnet gegenüber James Holland gestand, weiß nicht mal der Polizist selbst. „Vielleicht mochte er mich einfach.“ Der Schock sitzt jedenfalls tief in der amerikanischen Bevölkerung. Das FBI arbeitet fieberhaft daran, jedes Opfer seinem Schicksal zuzuordnen. Christie Palazzolo, eine FBI-Kriminalistin, sagte in einem Statement: „Auch wenn er bereits im Gefängnis sitzt, denken wir, dass es wichtig ist, wenn wir für jedes Opfer Gerechtigkeit walten lassen.“